29.03.2019 |
Arbeitskreis Return on Invest

Ist eine Business-Rechtfertigung für User-Centered Design möglich?!

Eine neue Studie zeigt einen Weg, den Erfolg von UUX-Aktivitäten auf das Erreichen von wirtschaftlichen Zielen abzubilden: UUX-Professionals können damit endlich in der Sprache der Manager kommunizieren und überzeugen.

Arik Friedman und Ilias Flaounas von Atlassian untersuchten, wie sich Design- und Entwicklungsprozess besser miteinander abstimmen lassen: Integration agiler Entwicklungsmethoden und User-Centered Design und Interaktionen von Softwareentwicklern und UUX-Professionals. Sie beschreiben in ihrer aktuellen Studie (Friedman & Flaounas, 2018) eine Methode, wie UUX-Gestalter den Wert ihrer Aktivitäten für die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele aufzeigen können, und damit die Erwartung des Management Transparenz des Nutzens von UCD endlich erfüllen können.

Beschrieben wird eine aufwendige Fallstudie über die Usability-Verbesserung von Jira: Mit welchem Prozess wurden die wirtschaftlichen Ziele in zu bearbeitende Aufgaben heruntergebrochen, und wie die Metriken der Produktteams zu den High-Level-Metriken iteriert wurden, die dem Management wichtig sind. In diesem Fall wurde der Net Promoter Score (NPS) als Metrik für wirtschaftlichen Erfolg ausgesucht. Die Verbesserung von Usability wurde mit dem UMUX-Lite gemessen. Neu eingeführt werden das kombinieren von Produktanalyse und NPS für das priorisieren von Usability-Bereichen sowie UX-Scorecards für die Bestimmung des Fortschritts.

Das Lesen dieses Papers eröffnet wertvolle neue Perspektiven für UUX-Professionals und bringt die Arbeit zum ROI UX voran.

(Link zum Paper hier – Gern auch auf persönliche Anfrage an Ron.Reckin [at] germanupa.de)

Friedman, A., & Flaounas, I. (2018). The right metric for the right stakeholder: a case study of improving product usability. Proceedings of the 30th Australian Conference on Computer-Human Interaction  - OzCHI ’18, 602–606. https://doi.org/10.1145/3292147.3292224